Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt

„Wiederum ist ein Jahr vergangen, es naht die stille, dunkle Ziet, doch nit zu Siegburg. Denn allhier wird der Marktplatz, wie all die Jahr zuvor, erstrahlt im Glanz so vieler Lichter. Adventsmarkt sey gehalten. Es sind die Kindleyn, deren Augen schon bei Tage heller strahlen werden, als all die vielen Lichter Wo sonst finden sie solch Belehrung durch veritable Meister, die sehr wohl willen, dass nur die wahre Kunstfertigkeit ermessen kann, wer weiß welch Müh und Fleiß dahinter sich verbirgt. Aber auch minnig Kurtzweyl erwartetet sie allhier, sey es Märchenmuhme oder Maustheater, Puppenspiel oder das Turney der Kindleyn.“

Weihnachtsmärkte, die sich legendärer Beliebtheit erfreuen:
Jeden Tag werden mittelalterliche, christliche Bräuche gepflegt – das allabendliche Sternsingen der Marktleute, das Krippenspiel an den Wochenenden und neu: das “Mysterienspiel” bietet Einblicke in Hölle und Paradies. An den Wochentagen werden Führungen für Schulklassen und Kindergärten angeboten. Unter der Woche werden die Kinder jeden Morgen ab 11 Uhr vom Marktvogt, vom Büttel , Gaukler oder Musiker über den Weihnachtsmarkt geführt. Dabei können sie den Handwerkern bei der Arbeit zusehen und erhalten Erklärungen dazu. Natürlich gab es im Mittelalter noch keinen elektrischen Strom, und so erstrahlt der Weihnachtsmarkt am Abend im Glanze hunderter Kerzen und Fackeln.