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Zufürderst seyen Euch die genannt die Euch wahrlich Kurtzweyl bereiten
Wargsang
Noch liegt der Morgentau der Jugend auf ihren Wangen und doch könnten
sie so manch altgedienten Spielmann Lehrmeister sein. Wie sie Dudelsack,
Schalmey und Trummel tractieren ist wahrlich unerhört.
Ungelyncht
Master Piers from Oxford und Tumalon der Schalksnarr, sind beide Kehrseite
der nämlichen Medaille. Wo der eine Meister so vieler Instrumenta
ist, weiß der andere wie kein zweiter mit Wort und Keule
zu jonglieren.
Benjamin Smalls
Bescheidenheit zeichnet den wahren Meister aus. Denn was er vollbringt
lässt Euch das Maul vor Staunen offen stehen. Jedwedes Ding verliert
in seinen Händen die Schwerkraft und was Euch wie Spiel erscheint
ist tausender Mühen Lohn.
Fadenreych
Wahrhaft zauberisch weiß er die Faden und ander Puppen zu führen.
Nit nur die Kindelein verharren hier wie angewurzelt wenn er seine Historien
erzählt.
Der Marktvogt
Angetan in Purpurrot mag man schon von weitem sehen welch hohes und als
Gerichtsherr grauses Amt er innehat.
Der Herold
Sprachrohr und Stadthalter der Obrigkeit allhier, weiß er nit nur
die Ordo zu Gehör zu bringen.
Der Büttel
Handlanger der Gerechtigkeit, doch durchaus mit eignem Sinn. So zieht
er nimmer müde seine Bahnen über den Plan. Hoch ragt seine
Hellebarde über alle Köpfe und so wissen die Spitzbuben immerfort
wo er seinen Aufenthalt hat
Der Henker
Nit umsonst der grause Rüdiger genannt errichtet er das Blutgerüst.
Nimmer wird er müde jedwedem seine Instrumentarien zu erklären,
doch fürchten muss ihn nur der der Schuld auf sich geladen.
Dies sull Euch schon den Tag vor dem Tag des Herren zum wahren Festtag
machen
11.00 Der Einzug
Zum feierlichen Zug gesellen sich itzt Handwerksmeister, Kauffahrer und
die hiesige Obrigkeit um den alten Handelsweg erneut zu begehen. Da jauchzen
der Spielleut Instrumenta und das gemeine Volk nit minder, denn itzo
beginnt das Jubelfest.
11.30 Die feierliche Markteröffnung
In feierlichem Zug begibt man sich zur Bühnenmitten. Die Ordo sull
gekündet sein, die Meisterstücke stehen zur Prüfung und
selbst die Spielleut geben Proba ihrer Kunst. Doch wahrer Jubel brandet
auf wo der Markt obrigkeitlich wird eröffnet.
12.30 Wargsang
Kaum ist die Obrigkeit von dannen, ergreifen die Spielleut das Szepter.
Da dröhnen Dudelsack und Trummel das auch die letzte Schlafmütz
erwacht.
13.15 Benjamin Smalls
Haltet Eure Kinnladen fest, könnten sie doch vor Staunen so weit
offen stehen, dass die Vögelein darin nisten.
14.00 Der Tanz der Marktleute
Meister Hämmerlin, der Schmied, wird nun zum jauchzenden Bachanten,
kann er sich doch unter den Augen seines strengen Weibes mit andern Evastöchtern
im frohen Reigen drehen.
14.45 Das Turney der Kindlein
Obrigkeit und Büttel wollen itzt die Kindelein in höfisch Künsten
unterrichten. Doch wo der Büttel zum Ringelgalgen wird, fällt
es Justus ut Friedeslar schwer höflich zu bleiben, selbst im Angesicht
des kindlich Königs.
15.30 Wargsang
Lieb Väterlein habt auf deine Weiber Acht, denn so mancher haben
sie schon den Sinn verblasen.
16.15 Ungelyncht
Irrungen und Wirrungen mit Wort und Keule.
17.00 Der Gerichtsstag
Voll Strenge sull man nun über all die richten, die dem Handel und
Wandel durch Mäkeley und Zögerlichkeit dawiderstehen, denn
wie sull das Gemeinwesen ohne ihn bestehen.
17.45 Benjamin Smalls
Wahre Tausendkünste seht Ihr itzt.
18.30 Wargsang
Was Ihr bislang gehört war nur Gesäusel, denn erst zur Abendstund
werden Frau Musicas Söhne gänzlich wach.
19.15 Ungelyncht
Fatzwerk und feinste Musica.
20.00 Benjamin Smalls
Wer’s nit mit eignen Augen hat erblickt, könnt nit glauben,
was er hier hat gesehen.
20.30 Das Spiel an der Tavern
Der Tag will sich zum Abend neigen, da treffen sich die Spielleut zum
Trunk. Nun aber sticht sie all der Hafer und einer will des Andern
Meister sein. Ihr aber seht ein furios Spectacel.
21.45 Morbus Pestilencia
Wo eben noch die Lebensfreude hohe Wogen schlug, bricht sich nun das
Grauen Bahn. Eingehüllt in Weihrauchschwaden ziehen Doctores und
Schinder über den Plan. „Gebt Eure Toten heraus!“ so
hallt der schauerliche Ruf. Wo Menschen nimmer helfen können,
da mag Gott der Retter sein
22.00 Der Ruf der Nachtwächter
Die wohlbekannte Melodey setzt dem Spectacel ein End.
Dies sullt Ihr an der Puppenbühne sehen
13.00 15.00 17.00 Fadenreych
Jakob der Puppenspieler schlägt nit nur Eure Kindelein in seinen
Bann.
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Dies sull Euch den Tag des Herren unvergessen machen
11.00 Das Signum ertönt
Tumalon bläht die Backen, weithin schallt die Fanfare. Euch zum
Zeichen, dass jedweder nun die Schranken auftun soll.
11.30 Die feierliche Markteröffnung
Selbst des Festtags Freude muss sich nach der Ordo richten. So kündet
der Herold würdevoll wie jedweder sich zu halten hat.
12.30 Wargsang
Absunderlich Tafelmusica ertönt.
13.15 Benjamin Smalls
Was Euch so spielerisch erscheint, ist harter Exercitien Lohn.
14.00 Der Tanz der Meisterinnen und Meister
Wiederum wird der Plan zum Tanzboden.
14.45 Das Turney der Kindelein
Wer selbst den grausen Lindwurm hat besiegt, mag sich mit Fug und Recht
Ritter zu Lennep nennen.
15.30 Wargsang
Wenn sie uffspielen, juckt selbst so manchem würdgen Herrn das Tanzbein.
16.15 Ungelyncht
Jokus und Possenspiel.
17.00 Wargsang
Ein letztes mal erschallen Dudelsack und Trummel.
17.45 Das Spiel bei der Tavern
Wo die Spielleut sonst um die Brosamen Eurer Gutwilligkeit buhlen, balgen
sie sich itzund um Eure Gunst.
18.45 Das Memento
Mit besinnlich Wort zu ebensolcher Melodey entlässt Euch Bruder
Justus zurück in Euer ander Welt.
19.00 Der Ruf der Nachtwächter
Die wohlbekannte Melodey setzt dem Spectacel ein End.
Dies sullt Ihr an der Gauklerbühne sehen
12.30 Ungelyncht
13.00 Fadenreych
15.00 Fadenreych
16.00 Benjamin Smalls
17.00 Fadenreych
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