Historisches Mittelalter
Über den Hellweg, von Osten her kommend, nähert sich ein
kleines schwer beladenes Ochsengespann der freien Reichsstadt zu Cöln.
3 Tagesreisen liegen hinter Neidhard von der Wegenburg, als er endlich
den breiten Fluß mit den dahinter liegenden Stapelhäusern
erreicht.
Eine beschwerliche Fahrt war es, mitten durch das Gebiet
derer zu Kleve und Berg, die einen stets hohen Zoll von den reisenden
Kaufleuten fordern. Auch war er in der Gefahr Wegelagerern in
die Hände
zu fallen. Aber es wird sich auch dieses Mal lohnen und Neidhard
sieht stolz auf den prall gefüllten Karren, den er glücklich
ans Ziel gebracht hat. Doch bevor er seine Waren feilbieten darf,
prüft
sie ein Gehilfe des Marktvogtes, schätzt ihren Wert und erhebt
den Markttaler.
Murrend berappt er in zuvor eingetauschter, schwerer
Cölner Münze. Schließlich hält er die „Gestattung“ mit
dem Stadtsiegel in der Hand und zieht erleichtert zum Marktplatz.
Der
Teil des Marktes, der den Krämern zugewiesen wurde, liegt fast
inmitten des Platzes. Seine nächsten Nachbarn sind die schöne
Tuchhändlerin zur Linken und eine Taverne mit kühlem Cölner
Bier zur Rechten.
Das verspricht ein kurtzweylig Marktvergnügen
zu werden
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