Gulden

Bezeichnung für den von deutschen Fürsten seit der Mitte des 14. Jhs. nachgeprägten Florenus. Das war eine Goldmünze größeren Nennwerts, die seit der Mitte des 13. Jhs. in Florenz geprägt worden war. Der Name ist von dem Münzbild, der Lilie (flos) als florentinischem Stadtsymbol, abgeleitet. Die bis in die Gegenwart übliche Abkürzung „fl." für Gulden knüpft daran an. In Süddeutschland hieß die Münze zunächst „nummus aureus" oder „goldener Pfennig", woraus sich der Name „Gulden" entwickelte. Die Münze hatte zunächst denselben Wert wie der Dukaten, erfuhr jedoch bald eine Wertminderung; diese sollten die Münzvereine seit 1386 begrenzen.

Die von den rheinischen Münzherren geprägten rheinischen Gulden wurden die wichtigsten Handelsmünzen des deutschen Spätmittelalters und sie wurden bis zum Ende des 15.Jhs. ausgeprägt. Dann ging die Goldprägung wegen Rohstoffmangels stark zurück. Nun wurden auch silberne Gulden ausgeprägt, so daß von da an die Bezeichnung „Goldgulden" für die bisherigen Gulden üblich wurde. Die silbernen Gulden erhielten die Bezeichnung Guldengroschen ,später auch Gulden oder Taler.