Adventssingen

Beim Christbaum findet man zusammen um von dort mit dem leuchtenden Stern über den Plan zu ziehen. Laut und fröhlich ertönt das Gaudete denn wir wissen bald wird uns der Heiland geboren. Hie und da hält man inne – insbesonder bei der Tavern. Denn der heiße Würzwein wärmt auch des Sängers Leib und befügelt den Gesang. Der Schankwirt aber will sich nit Schnappsack nennen lassen und gibt jedem einen Trunk. Fröhliche Weisen lohnen’s ihm und schließlich findet man zurück zum Baume und löscht den Stern nachdem ein letztes Gaudete ist verklungen.

Oder Hell leuchtet der Stern in der Finsternis, Funke der Hoffnung und Wegweiser auf dem rechten Pfad. Voll Inbrunst erschallt das Gaudete, freuet Euch, denn bald wird uns der Heiland geboren. So zieht man über den Plan und der Sänger Freude spiegelt sich in so manchem Antlitz wieder. Der große, leuchtend Stern schwebt ihnen voran, freilich nur, weil ihn der Büttel stemmt. Lauthals singt die Schar der Frommen jedwedem von der Frohbotschaft. Selbst mancher Gaukler hat sich unter sie gemischt, doch wer weiß, ist’s des hohen Liedes fürwegen oder ist es doch der Würzwein der jedem zum Lohne winkt.

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